Grit Poppe/ Autorin

Bücher

Jugendliteratur

Alabusch oder das Herz des Vulkans

Einband und Illustrationen von Aljoscha Blau
377 Seiten, gebunden
Altberliner Verlag
Ab 10 Jahren

Mira/Illustration

Der erste Satz
Am Rande der Stadt begann das Land der Sümpfe.

Inhalt
Ein Mantel, schwarz wie die schwärzeste Katze, ein Gesicht wie Elfenbein, eine Stimme wie vereister Schnee, der unter den Stiefeln knirscht – das ist Alabusch. Noch nie zuvor hatte Mira solche Zähne gesehen. Doch Mira liebt das Abenteuer. Um ihre Stadt vor den blauen Strahlen der machtbesessenen Serafisa zu retten, geht sie mit Alabusch auf eine gefährliche und faszinierende Reise. Ein hintergründiger Fantasyroman – atmosphärisch dicht und packend. (Verlagstext)

Leseprobe
Mira sank sehr schnell, als hätte sie etwas Schweres in den Taschen oder den Schuhen oder als würde sie von einer unsichtbaren Kraft in die Tiefe gezogen. Es wunderte sie, dass sie atmen konnte. Das, was sie umgab, war kein Wasser. Doch was war es dann? Das Blau wirkte wie dicker feuchter Nebel und es ließ ihren Blick nicht hindurch.
In wenigen Sekunden schien sich der Schlund abermals verwandelt zu haben. Es erschien ihr fast, als würde sie fliegen. Sie fühlte sich leicht und unbekümmert, ja, sie konnte sich nicht an das Unbehagen, an die Angst erinnern, an die Gefühle, die sie eben noch empfunden hatte.
Oben zappelten kleine Lichter, aber sie waren zu schwach um ihr einen Weg zu weisen. Sie sank tiefer und tiefer und sie machte sich nicht mehr die Mühe hinaufzustarren in die verblassenden Funken. Irgendwo würde sie doch ankommen? Je tiefer sie kam, desto schwerer fiel es ihr, sich zu erinnern, wo sie sich befand und weshalb sie hier war. Aber warum sollte das wichtig sein? Warum sollte irgendetwas wichtig sein?
Verzückt betrachtete sie die Blasen, die aus ihrem Mund und ihrer Nase stiegen. Sie wirbelten umher, vereinigten sich, platzten und entstanden neu … Mira gluckste, hauchte und blies und sie versuchte, die dünnen Gebilde, die sie schuf, zu fangen. Doch es gelang ihr nicht. Die Luftbällchen explodierten lautlos, ehe sie sie berühren konnte.
Sie fühlte sich selbst wie eine Luftblase, schwerelos, vollkommen und zerbrechlich.
Ja, vielleicht würde auch sie in einem unbedachten Moment zerfallen? Aber der Gedanke jagte ihr keine Angst ein. Es schien ihr, als würde nichts und niemand sie je wieder ängstigen. Sie glitt durch den blauen Nebel und stellte sich vor, für immer so dahinzutreiben, so frei und gedankenlos, für immer.
Sie wusste weder wie viel Zeit vergangen war noch wo sie sich befand, als sie plötzlich Boden unter den Füßen spürte. Keinen weichen Sand, sondern hartes schroffes Felsgestein. Und sie landete nicht auf einer Ebene, sondern auf einem Hügel oder Berg!
Ihre Füße suchten Halt auf dem Geröll; sie glitt aus, fiel auf die Knie, rutschte ein Stück hinab und griff mit beiden Händen zu, als wäre der Berg, oder was es war, ein lebendiges starkes Wesen. Auf allen vieren kroch sie wieder hinauf und es kümmerte sie nicht, dass die kleinen scharfen Brocken in ihre Haut schnitten.

Presse
„Fantasie wie noch nie – bissig, originell und voll traumhafter Bilder.“ Familie & Co.

„Verwunschener Fantasyroman der literarischen Art.“ Buchjournal „Der Leselotse“ (Empfehlungsliste)

„Es lohnt sich, das Buch nicht nur einmal zu lesen, denn bei der ersten Lektüre ist man zu stark von der Handlung gefesselt, um die Poesie und den Tiefsinn des Romans voll zu erschließen.“ Osnabrücker Zeitung

„Das Buch ist wie ein Sog. Es lässt einen nicht los, bevor alles durchstanden und Serafisa besiegt ist.“ Darmstädter Echo

„Dieses Buch muss gelesen werden.“ Das Magazin

„Voller Poesie und philosophischer Ideen“ Märkische Allgemeine

„’Alabusch’ ist eine Verführung zum Lesen.“ Der Tagesspiegel

„Vulkanischer Lesespaß, von dem Kinder und Erwachsene etwas haben.“ PNN

„Ein echtes Feuerwerk der Fantasie … in einer poetischen Sprache, die auf dem Kinderbuchmarkt ihresgleichen sucht…“ Die Zeit

„Diesen durchweg atemberaubenden Fantasyroman mit den traumhaft-bizarren Illustrationen wird man so schnell nicht aus der Hand legen.“ Hugendubel (Empfehlung)

„Die Atmosphäre des Romans ist stimmungsvoll und dicht: melancholisch bis schaurig, märchenhaft oder traumhaft-verwunschen, bis der immer wieder plötzlich aufblitzende Humor eine allzu düstere Stimmung bricht. Aljoscha Blau hat die traumhaft-bizarre Stimmung in seinen Illustrationen kongenial eingefangen.“ Braunschweiger Zeitung

Die letzten drei Sätze
Die beiden schauen in die Nacht hinaus, in den weiten schwarzen Himmel. Zu den Sternen, die weiß und feierlich blinken, als wollen sie von einer anderen Welt erzählen. Von einer Welt, die groß, geheimnisvoll und abenteuerlich ist.

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